Highspeed ohne Backend
Für dieses Portfolio habe ich mich ganz bewusst gegen ein klassisches CMS und für einen statischen Ansatz entschieden. In den letzten Jahren habe ich viel mit WordPress gearbeitet, sowohl bei der Entwicklung von Themes als auch von Plugins. Gerade dadurch habe ich aber immer wieder gemerkt, dass viele Websites technisch deutlich schwerer gebaut sind, als sie eigentlich sein müssten.
Vor allem durch meinen Hintergrund im nachhaltigen Webdesign und durch die praktische Erfahrung in der Webentwicklung ist bei mir immer stärker die Überzeugung gewachsen, dass statische Seiten in vielen Fällen völlig ausreichen. Nicht jede Website braucht eine Datenbank, ein komplexes Backend und unzählige Skripte im Hintergrund. Gerade für ein Portfolio oder eine inhaltlich klar strukturierte Website ist oft genau das Gegenteil sinnvoll: weniger Komplexität, weniger Abhängigkeiten und deutlich bessere Performance.
Statt auf ein fertiges System zu setzen, habe ich mir deshalb mit Python ein eigenes kleines Skript gebaut, das meine Markdown-Dateien über HTML-Templates in eine fertige statische Website umwandelt. Der Gedanke dahinter war für mich nicht nur, eine schnelle Lösung zu bauen, sondern auch eine, die ich wirklich verstehe, kontrollieren und einfach weiterentwickeln kann.
Das Prinzip
Anders als bei vielen klassischen Websites muss auf dem Server nichts erst im Moment des Aufrufs zusammengesetzt werden. Die Seiten werden vorher generiert und liegen am Ende als fertiges HTML vor. Dadurch reduziert sich die technische Last deutlich und die Seite lädt sehr schnell.

Was mir daran besonders gefällt, ist die Einfachheit im Workflow. Ich schreibe Inhalte in Markdown, pflege die Struktur über Templates und lasse den Rest automatisch generieren. So kann ich mich auf den Inhalt konzentrieren, ohne mich durch ein schweres Backend klicken zu müssen.
Was ich mitnehme
Für mich ist dieses Projekt vor allem ein gutes Beispiel dafür, dass technische Qualität nicht zwangsläufig durch mehr Komplexität entsteht. Im Gegenteil: Gerade hier hat sich für mich gezeigt, dass eine reduzierte, gut durchdachte Lösung oft die bessere Entscheidung ist. Die Website ist schnell, übersichtlich, leicht pflegbar und passt damit genau zu dem Verständnis von Webentwicklung, das ich in den letzten Jahren entwickelt habe.
Statische Seiten sind für mich deshalb kein Rückschritt, sondern eine bewusste Entscheidung. Weniger Technik im Hintergrund bedeutet in diesem Fall nicht weniger Qualität, sondern mehr Fokus auf Performance, Nachhaltigkeit und Inhalte.